Olympisches Taekwondo / Kyorugi

Das Taekwondo hat sich von einem koreanischen Volkssport zu einem modernen Wettkampfsport (Kyorugi) entwickelt.

Der Wettkampf findet auf einem abgegrenzten Feld statt und wird von mehreren Punktrichtern bewertet, von einem Kampfrichter geleitet. Der olympische Wettkampf geht über drei Runden à drei Minuten mit einer Minute Pause, in denen die Sportler versuchen müssen, mit Taekwondo-Techniken den Gegner zu treffen (Vollkontakt). Je nach getroffener Körperstelle (Torso einen Punkt und Kopf 3 Punkte) werden Punkte vergeben, für
Drehtechniken wird jeweils ein Zusatzpunkt gegeben, bei unsportlichem Verhalten können auch Strafen (Punktabzüge) vergeben werden.


Der Wettkampf kann auch durch ein K.O. entschieden werden. Die Wettkämpfe finden in verschiedenen Klassen nach Alter, Gewicht und Geschlecht nach international gültigen Wettkampfregeln der WTF statt. Im Vollkontakt tragen die Wettkämpfer exakt vorgeschriebene Schutzausrüstung (Kopfschutz, Schienbein- und Ellbogenschoner, Tiefschutz, Zahnschutz, Brustpanzer).

Das Wettkampftraining ist schwerpunktmäßig auf Techniken und Kombinationen konzentriert, die im Wettkampf Trefferpunkte bringen.

Formenlauf / Poomsae, Freestyle

Formen (Poomsae) sind festgelegte Schritt- und Technikfolgen. Sie gleichen einem Kampf gegen imaginäre Gegner und dienen vor allem der Automatisierung von Bewegungsfolgen und dem Training von passenden Atemtechniken.

Neben dem olympischen Taekwondo finden auch im Formenbereich Wettkämpfe auf nationaler und internationaler Ebene statt.

Um den Formenbereich mit seinen traditionellen Formen noch attraktiver und abwechslungsreicher zu gestalten, wurde in jüngster Zeit die moderne Freestyle-Klasse ergänzt. In der Freestyle-Klasse präsentieren die Teilnehmer eine eigene Choreographie mit passender Musik.


Ein wichtiges Ziel bei Freestyle Poomsae ist es, ein außergewöhnlich hohes Niveau an Taekwondo-Techniken zu präsentieren, die in den klassischen Bereichen von Poomsae und Kyorugi kaum bzw. gar nicht zu sehen sind (z.B. Sprung-Yopchagi, 720° Spinning-Kick, Kicken integriert in Akrobatikaktionen). Zudem wird großer Wert auf die kreative und harmonische Einbettung der verschiedenen Techniken unter Berücksichtigung eines Regelwerks in einen durch geeignete Musik zu unterstützenden Bewegungsablauf gelegt.